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Wie es dazu kam

Im Dezem­ber 2019 ging ich über die St.-Lorenz-Brücke in Lübeck. Eine Stun­de spä­ter soll­te der Zug nach Ham­burg fah­ren. Mein Blick schweif­te rüber zum Bahn­hof — und da sah ich die­ses wun­der­schö­ne alte Stell­werk. Ob’s davon mehr gibt in Deutsch­land?

Lübeck, Stellwerk

Lübeck: St.-Lorenz-Brücke (links) und altes Stell­werk (rotes Dach)

So ent­stand die Idee, ein Pro­jekt im Rah­men der Initia­ti­ve zur Ret­tung his­to­ri­scher Bau­ten (IRHB) zu star­ten: eine kar­ten­ba­sier­te Über­sicht über alle Stell­wer­ke, die vor 1970 gebaut wur­den. Ein Mel­de­for­mu­lar wur­de erstellt, das Pro­jekt in ein­schlä­gi­gen Grup­pen auf Face­book vor­ge­stellt.

Bei 25 Stell­werks­mel­dun­gen soll­te das Pro­jekt „erwach­sen wer­den“, also eine eige­ne Web­site erhal­ten. Sechs Wochen spä­ter waren die­se 25 Mel­dun­gen ein­ge­gan­gen, viel schnel­ler als erwar­tet. Nun wur­de es Zeit, die ver­spro­che­ne Web­site auf­zu­set­zen. Hier ist sie.

Frank Jer­mann, IRHB

Vorgestellt

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  • Stockum

    Stockum

  • Kottenforst

    Kottenforst

  • Kruft (Ost)

    Kruft (Ost)

  • Balduinstein

    Balduinstein

Mitgemacht haben bisher:

  • Alex­an­dra C. Arndt
  • Bernd Nat­te­rer,
  • Chris­to­pher Spies,
  • Dani­el O.,
  • Gui­do Wal­ter,
  • Hei­ko Mül­ler,
  • Micha­el Fliegl,
  • Rai­ner Boh­net,
  • Frank Jer­mann sowie
  • zwei wei­te­re Unter­stüt­zer, der nicht genannt wer­den möch­ten.

Vie­len Dank!

Neue Aspekte?

Along the Lines

Im Jahr 2018 star­te­te die in Ber­lin leben­de Künst­le­rin Nata­lia Iri­na Roman das Pro­jekt „Along the Lines“. Sie beschäf­tigt sich mit dem Poten­ti­al, das still­ge­leg­te Stell­wer­ke für Kunst im öffent­li­chen Raum haben kön­nen.

Es ist gut zu sehen und gibt Hoff­nung, dass sich doch mehr Men­schen, als man viel­leicht den­ken mag, mit die­sen vom Ver­ges­sen und Ver­schwin­den bedroh­ten Bau­ten beschäf­ti­gen. Along the Lines hat nicht nur Orga­ni­sa­tio­nen wie die Bahn AG, die Deut­sche Stif­tung Denk­mal­schutz, die Bau­haus-Uni­ver­si­tät Wei­mar und ande­re zusam­men gebracht, son­dern auch Auf­merk­sam­keit schaf­fen kön­nen.

Ein sol­ches Pro­jekt bie­tet Denk­an­stös­se, Ein­sich­ten und mög­li­cher­wei­se neue Ansät­ze — zumin­dest in einer Stadt wie Ber­lin. In länd­li­chen Berei­chen ist es eine Fra­ge der Phan­ta­sie und des Mutes, mit die­sen Bau­ten gut umzu­ge­hen.

Lesen Sie mehr über das Pro­jekt — viel­leicht macht der kur­ze Video-Trai­ler ja neu­gie­rig, auf der Web­site der Künst­le­rin zu stö­bern?